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Tag 1 / 18.4.2016

Eigentlich begann meine Reise bereits einen Tag vorher, am 17.4.2016, da ich bereits Sonntag mit dem ICE von Düsseldorf nach Frankfurt gefahren bin. Einfach nur um eine stressfreie Anreise und nicht unter Zeitdruck stehenden Check-In zu haben. Ich hatte in Flughafennähe ein Hotel gebucht, welches über einen Shuttleservice verfügt, dadurch war sicher gestellt, das ich am nächsten Morgen pünktlich am Check-In-Schalter stand. Damit ist auch schon fast alles über diesen 1. Urlaubstag gesagt.

Am nächsten Tag wurde ich rechtzeitig zum Flughafen gefahren und 2 Stunden vor Abflug stand ich in einer Schlange von ca. 20 Leuten und wartete darauf, meinen Koffer los zu werden. Und obwohl nur so wenig Leute am Schalter standen hat es geschlagene 45 Minuten gedauert. Ich hab mir dann noch einen Milchcafé bei McDonalds gegönnt, mit Blick auf aufs Flugfeld, um mich anschließend zum Gate zu begeben. Der Abflug erfolgte pünktlich und nach 5 Stunden 45 Minuten landete ich um 21 Uhr Ortszeit in Taschkent, der usbekischen Hauptstadt. Nur nebenbei bemerkt: Die Zeit in Usbekistan ist aktuell 3 Stunden vor der Zeit in Deutschland. Was mich und die anderen Mitreisenden dann am Zoll erwartete war schon sehr gewöhnungsbedürftig. Denn es knubbelte es sich derart, das ich dachte an diesem Abend nicht mehr ins Hotel zu kommen. Als ich endlich bei einem der Zollbeamten meinen Reisepass abgab, hoffte ich nur, das alles in Ordung ist mit meinem Visum und der 2-fach ausgefüllten Zollerklärung. Nach einer gefühlten Ewigkeit erhielt ich meinen Pass zurück und durfte einreisen. Geschafft. Am Kofferband hatte ich dann Glück, mein Koffer war einer der ersten und so war ich dann auch sehr schnell bei unserem Reiseleiter am Bus. Es dauerte dann noch eine Zeit bis sich die anderen 12 Teilnehmer ebenfalls einfanden, aber schließlich konnte der Bus mit uns losfahren und so gegen 24 Uhr waren wir im Hotel. Jetzt war schnell schlafen angesagt, da es eine kurze Nacht werden würde.

Zuvor hat uns der Reiseleiter Muza (eigentlich heißt er Muzaffar Khodjayevga) noch mit der eineimischen Währung, dem usbekischen Soʻm (gesprochen Sum), versorgt. So bekam jeder Teilnehmer 330.000 Soʻm für umgerechnet 100 EUR, ein dickes Paket Geldscheine, alles 1.000er. Man musste schon ein dickes Portemonnaie haben, um das Geld unterzubringen.

 


Tag 2 / 19.4.2016

Der Wecker klingelte sehr früh, denn für 05: 30 war bereits das Frühstück bestellt und um 06:15 erfolgte die Abfahrt zurück zum Flughafen. Es war ein Inlandflug in den Westen des Landes geplant. Der Abflug erfolgte recht pünktlich und um 09:10 Uhr landeten wir in Urganch in der Provinz Choresmien. Von dort ging es in die gut 30 Kilometer entfernte, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stadt, Chiwa, wo wir in einem hübschen Hotel direkt an der alten Stadtmauer für die nächsten zwei Nächte untergebracht waren.

Bevor es jedoch ins Hotel ging besichtigten wir die Khan-Paläste Toza Bog und Nurulla Bai, die Ende des 19. Jahrhundert von Muhammad Rahim-Khan II. erbaut wurden. Auf der von einer hohen Mauer umgebenen Anlage befinden sich zwei Moscheen, Schulen, Ställe und einige schöne Innenhöfe.

Die Innenräume des Nurulla Bai-Palastes wurden restauriert, es befinden sich sehr schöne Kachelöfen und Deckenmalereien darin.

Weiter ging es in unser Hotel Shaxrizoda, wo wir zunächst nur unsere Koffer abstellten und uns dann auf einen ersten Erkundungsrundgang durch die Altstadt machten.

Dabei liefen wir zunächst ein gutes Stück an der hohen Stadtmauer entlang bis wir zu einem Haus kamen, vor dem Frauen die typischen Fladenbrote in ihren Lehmöfen backten. Und hier zeigte sich erstmals die große Gastfreundschaft des usbekischen Volkes. Sie boten uns an, die leckeren Fladenbrote zu probieren und wir machten ausgiebig Gebrauch davon. Noch heiß direkt aus dem Ofen schmeckt das Brot besonders gut.

So gestärkt ging es weiter entlang der Stadtmauer durch die Mittagshitze, vorbei an einem alten Friedhof, der direkt an der Mauer angelegt ist. Bunte Fahnenstangen deuten schon von weitem auf die alten Gräber hin.

Ein Stückchen weiter erreichten wir einen Platz, auf dem eine übergroße Statue unsere Aufmerkamkeit auf sich zog. Es war die des Muhammad Ibn Muso al-Xorazmiy, ein Gelehrter, Mathematiker und Astronom, aus dessen Namen sich der Begriff Algorithmus ableitete. Er hat von 787 bis 850 haupt-sächlich am Hof des Kalifen Al-Mamun gelebt und gearbeitet.

Von hier waren es nur ein paar Schritte bis zum Wahrzeichen der Stadt, dem nur 26 Meter hohen Minarett Kalta Minor. Eigentlich sollte es das höchste Minarett des Ostens werden, doch auf Grund statischer Probleme wurde der Bau gestoppt. Der Durchmesser beträgt am Boden 14 Meter. Doch nicht die geringe Höhe ist das besondere, sondern die mit wunderbaren Ornamenten bedckte Außenmauer, und zwar von unten bis oben. Die grünen, türkis-farbenen, blauen und weißen Fliesen leuchten wunderschön in der Sonne.

Direkt hinter dem Minarett befindet sich die Amin Chan Medrese, in der einmal über 250 Studenten lernen konnten. Die Architektur weist eine Besonderheit auf, sie ist symmetrisch und zweigeschossig angelegt. Im Untergeschoss befanden sich die Lehrräume und im Obergeschoss die Wohnzellen der Studenten. Die Medrese und das Minarett wurden Mitte des 19. Jahrhundert auf einem kleinen Hügel erbaut und sind über eine Treppe erreichbar.

   

 

Rund um die vielen historischen Gebäude in der Altstadt aus 1001 Nacht gibt es viele Verkaufstände, die allerlei nützliches und nutzloses anbieten, Taschen, Mützen, Getränke und Leckereien.

 

Und da es mittlerweile Mittag war kehrten wir in einem Restaurant in der Altstadt zu einem kleinen Snack ein.

Anschließend besuchten wir eine kleine Werkstatt, in der wunderschöne Holzschnitzereien hergetellt werden. Ein paar Lehrlinge saßen an einem großen Tisch und schnitzten Ornamente in das Holz. Für uns als Laien sah das schon sehr professionell aus. Wir betraten dann den Innenhof der Werkstatt, wo uns einer der Angestellten erklärte, wie die bekannten Buchstützen aus einem Stück Holz hergestellt werden. Es gab sie in den unterschiedlichsten Größen und da auch Verkauf stattfnd machten einig

e aus der Gruppe davon Gebrauch.

Unser weiterer Gang durch die Altstadt führte uns zur Juma-Moschee (Freitags-Moschee) mit seinem 52 Meter hohen Minarett Islam-Khodja. Die Moschee besteht im eigentlichen aus einer großen Halle mit über 200 Säulen aus kunstvoll verziertem Holz. Eine Besonderhit besteht darin, das es u.a. Büsche und kleine Bäume innerhalb der Moschee gibt, die unter kleinen Öffnungen in der Decke angepflanzt sind. Von außen wirkt die Moschee eher einfach und schlicht.

Als nächstes besichtigten war einen Harem aus dem 19. Jahrhundert im Tash Khauli Palast, dessen Innenhof mit wunderschönen Fliesen und Kacheln verziert ist. Der gesamte Palast besteht aus über 150 Zimmern und drei Innenhöfen.

Vom Harem ging es weiter zur Medrese Alla-Kuli-Khan (Olloqulixon Karvon Saroyi) aus dem 19. Jahrhundert, die den Namen seines Erbauers, Alla Kuli Chan (1825-1842), trägt. Diese Anlage ist auf einem kleinen, 3 Meter hohen, Podest erbaut und die Wände des Innenhofes bestehen aus wunderschönen blauen und weißen Fliesen. In der heutigen Zeit befindet sich ein Gewerbe-zenrum in den Mauern der Medrese und man kann allerlei hübsche Hand- werkskunst erwerben.

Weiter ging es zur Kunya Ark-Zitadelle, welche Anfang des 19. Jahrhundert erbaut wurde und dem Khan als Residenz diente. Der Name bedeutet „Alte Festung“ und kommt daher, das der heuige Komplex an der Stelle erbaut wurde, wo schon einmal eine Zitadelle stand. Von den vielen, in einer hohen Mauer eingeschlossenen, Gebäuden sind heute noch einige gut erhalten vorhanden. So gibt es u.a. die Empfangshalle, eine Moschee und ein Harem.

Da es mittlerweile 17 Uhr war, führte uns Muza in ein kleines, aber feines Café mitten in der Altstadt, wo wir uns bei einem leckeren Cappuccino ein wenig von den anstrengenden Besichtigungen erholen konnten.

Frisch gestärkt besuchten wir als nächstes die Medrese Islom Xo´ja mit dem gleichnamigen Miarett. Innerhalb der Medrese ist das Stadtmuseum von Chiwa untergebracht, in dem neben der Stadtgeschichte auch angewandte Kunst zu sehen ist. Das Minarett, welches nebenbei bemerkt auch von unserem Hotel aus zu sehen war, hat eine Höhe von stattlichen 45 Metern und ist das Wahrzeichen der Stadt. Der Durchmesser am Boden beträgt ca. 10 Meter, nach oben hin verjüngt es sich jedoch, wodurch es ein ungewöhnliches Aussehen erhält und die Schmuckgürtel aus blauen und weißen Fliesen leuchten wunderschön in der Sonne.

Mit dieser Besichtigung ging ein sehr aufregender Tag mit vielen außerge-wöhnlichen Sehenswürdigkeiten zu Ende. Den Abschluss machte nur noch ein traditionelles Abendessen.


Tag 3 / 20.4.2016

 

                                          Der neue Tag

                            begann um 08:00 Uhr

                               mit einem leckeren

                                                Frühstück.

Anschließend fuhren wir in die autonome Republik Karakalpakistan. Für die knapp 100 Kilometer benötigten wir gut 2 Stunden, wobei wir etwa auf halber Strecke den Fluss Amurdaja überquerten, der einstmals in den Aralsee mündete. Der gut 1.400 Kilometer lange Fluss versickert jedoch heute schon vorher in der Wüste.

Gegen 11 Uhr erreichten wir endlich die antike, choresmische Stadt Topraq-Kala. Ich gebe zu, das ich etwas anderes erwartet hatte als ich die kurze Beschreibung meines Reiseveranstalters gelesen hatte, dort war die Rede von einer „2.000 Jahre alten Stadtruine“. Stattdessen erreichten wir eine auf einem Hügel gelegene, riesige Sandburg, zumindest sah es von weitem so aus. Beim näherkommen stellten wir dann jedoch fest, das es sich um eine zwar sehr verfallene, aber doch zumindest aus Lehmziegeln bestehende Stadt handelt. Es gab eine Vielzahl von Kammern, Gewölbe und Mauerreste. Wir mussten einen steilen, unbefestigten Weg erklimmen um auf den ca. 25 Meter hohen Hügel zu kommen, wurden oben aber von einem tollen Rundumblick entschädigt. Wir kletterten eine gute halbe Stunde auf den ausgetretenen Pfaden und Mauerresten herum bevor wir wieder den Bus bestiegen.

Von hier oben konnten wir dann u.a. die Auswirkungen des extrem salz- haltigen Boden sehen. Durch die Sonne wird der Boden ausgetrocknet und hinterläßt eine Schicht des weissen Salzes. So sieht es auch im Hochsommer nach Winter mit Schnee aus. Das wiederum bedeutet aber, das der Boden, bevor er bepflanzt werden kann, mit sauberem Wasser "gewaschen" werden muss. Und genau das ist auch mit ein Grund für die Wasserknappheit im Land.

Auf der Fahrt zu unserem nächsten Ziel legten wir einen kleinen Stopp an einer der vielen Sanddünen in der Wüste ein. Für mich als Wüstenliebhaber natürlich etwas ganz besonderes, zumal ich eine Menge Fotos von den wunderschönen Wüstenpflanzen machen konnte.

Gegen 12 Uhr erreichten wir Ayaz Kale, eine Anlage, die aus drei Festungen besteht, die in unterschiedlichen Höhen angelegt waren. Die mittlere und obere befinden sich auf natürlichen Anhebungen. An der mittleren hielt unser Bus und wir konnten zu Fuß zur oberen Festung laufen. Ich hab jedoch auf halber Strecke kehrt gemacht, war mir einfach zu anstrengend, es war schon sehr heiß an diesem Mittag und schließlich befanden wir uns in einer Wüstengegend.

Stattdessen hab ich mir die Jurten-Zelte etwas näher angeschaut, die an der mittleren Festung standen. Dabei wurde ich von einem der Bewohner eingeladen, mir ein Kamelfohlen anzuschauen, welches in den Ställen unterhalb der mittleren Festung stand. Ich konnte natürlich nicht widerstehen und bin dem Usbeken zum Stall hinunter gefolgt.

Nachdem ich meine Fotos gemacht hatte ging ich wieder hoch zu den Zelten und setzte mich in die Sonne. Als die Reisegruppe wieder vollzählig versammelt war, führte uns Muza in eines der Zelte, wo wir auf dem Boden sitzend unser Mittagessen einnahmen.

Gegen 14 Uhr traten wir gut gesättigt wieder die Rückfahrt ins Hotel nach Chiwa an, welches wir nach etwa 3 Stunden erreichten. Um 18 Uhr fuhren wir zum gemeinsamen Abendessen in die Ende des 19. Jahrhundert erbaute Sommerresidenz Tozabog, wo wir schon fast fürstlich speisten.

Nach dem Abendessen trafen wir beim Verlassen des Restaurat auf eine traditionelle Musikergruppe die uns ein kleines Ständchen brachten.


Tag 4 / 21.4.2016

Heute mussten wir die hübsche Stadt Chiwa verlassen , nach einem ausgie- bigen Frühstück machen wir uns um 08:30 auf den Weg nach Buchara.

 

 

 

Eine halbe Stunde später    wurde am Denkmal Zhaloliddin Manguberdi ein erster Halt eingelegt.

Er war der letzte Choresm-Schah, der sich selbst Sultan nannte. Gelebt hat er Anfang des 13. Jahrhundert.        

Eine beeindruckende Statue schaute auf uns herab.

Die lange Busfahrt auf extrem schlechten Pisten wurde knapp 2 Stunden später zum Glück durch eine kleine Pause an einem Panoramablick unterbrochen. Dort hatten wir eine schöne Aussicht auf den Fluss Amudarja.

Eine weitere Stunde später machten wir erneute eine Pause, diesmal in der Wüste Kizilkum, was soviel heißt wie „Roter Sand“. Und tatsächlich hatte der Sand einen rötlichen Schimmer. Ich war wieder in meinem Element. Die viertel Stunde in den Dünen herumlaufen und die verschiedenen Wüstenpflanzen zu fotografieren hat mich für die lange Busfahrt entschädigt. Diese Kies- und Sandwüste hat eine Größe von etwa 200.000 km² und befindet sich auf den Staatsgebieten von Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan.

Gegen halb zwei machten wir Mittagspause in einer Art Raststätte an der Autobahnähnlichen Überlandstraße. Wir nahmen an einem langen Tisch im Garten platz, wo wir Tee und Wasser serviert bekamen und unsere Lunch-pakete vom Hotel auspackten. Aber es gab auch Spieße vom Grill und einige aus der Gruppe ließen sie es sich gut schmecken.

 

Der Nachmittag forderte

nochmal sehr viel Geduld

von uns, denn wir brauchten

fast vier Stunden für die

restliche Strecke bis nach

Buchara.

 

Erst nach 18 Uhr kamen wir in unserem kleinen Stadthotel Emir an. Und das allerbeste war....wir wurden mit einem Glas Rotwein und leckeren Plätzchen empfangen.

Eine wirklich nette Geste, wir fühlten uns sofort wohl in dem ehemaligen, im traditionellen Stil dekoriertem, Kaufmannshaus mitten in der Altstadt. Nachdem unser Gepäck auf die Zimmer gebracht wurde versammelten wir uns im Innenhof und gingen gemeinsam ein Stück durch die Altstadt in ein traditionelles Restaurant zum Abendessen. Der Rückweg durch die romatisch beleuchtete Altstadt war sehr entspannend und bestätigte uns, warum man Buchara auch die „edle Stadt“ nennt.


Tag 5 / 22.4.2016

Heute stand ganz im Zeichen der Stadt.

Zunächst fuhren wir mit dem Bus zum Samaniden-Mausoleum mit der Grabstätte von Ismail Samanis. Das Mausoleum hat einen quadratischen Grundrss mit einer Seitenlänge von 10 Metern. Das Muster der reichlich verzierten Außen- und Innenmauern wird allein durch versetzte Ziegelsteine erreicht. Es wurde Ende des 9. Jahrhundert erbaut und war lange unter einer dicken Sandschicht verschwunden bis es im 20. Jahrhundert entdeckt und vollstädig freigelegt wurde. Heute liegt es in einer sehr schön und gepflegt angelegten Parkanlage mit vielen Bäumen, Sträuchern und Blumen.

Diesen Park durchquerten wir ein Stück, vorbei an einigen Geschäften mit Handwerkskunst.......

....um unseren nächsten Besichtigungsort zu erreichen, das Mausoleum Chasma-Ayub, übersetzt heißt das so viel wie „Quelle des Hiob“. Wenn man der Legende glauben darf, hat der Prophet Hiob an dieser Stelle einen Brunnen für die verdurstenden Bewohner erbaut. Im inneren befindet sich heue noch ein Quellbrunnen, den junge Eheleute aufsuchen, um daraus zu trinken. Sie erhoffen sich dadurch, das sich ihr Kinderwunsch schnell erfüllt. Aberglaube, aber viele glauben daran, daher war auch bei unserem Besuch der Andrang sehr groß.

Vom Mausoleum zur nächsten Moschee waren es nur wenige Schritte, die uns durch eine Wohnsiedlung führte. Die sogenannte "Straße" war nicht mehr als ein besserer Feldweg, nicht asphaltiert dafür aber mit vielen Schlaglöchern. Vor einigen Häusern saßen ein paar Männer, die Gemüse, Kartoffeln und Weißkohl verkauften und eine Frau hatte einen kleinen Stand mit selbstgebackenen Broten.

Als wir an einer Kreuzung ankamen standen wir unvermittelt vor dem aus dem 18. Jahrhundert bestehenden Bolo-Hauz-Komplex mit Moschee und Minarett. Der ungewöhnlich breite Einangsbereich wird von 12 Meter hohen, geschnitzten Holzsäulen getragen, im oberen Bereich haben sie die typisch bunte Stalaktitendekoration. Den überkuppelten Gebetsraum dahinter durften wir zum Glück betreten, dadurch konnten wir die wunderschön ausgestattete Moschee mit seinen blauen Koranbändern und die in gold und blau bemalte Mihrab (Gebetsnische) bewundern. Das zum Komplex gehörige Minarett ist nicht weiter erwähnenswert, da es nicht mit schönen Bändern verziert und vor allem sehr niedrig ist. Es steht etwas abseits von der Moschee. Ebenfalls zum Komplex gehört das Wasserbecken (Hauz) direkt vor der Moschee, in welchem sich das Gebäude widerspiegelt.

Auch eine kleine Parkanlage gehört dazu, in der man im angenehm kühlen Schatte der Bäume seinen Gedanken nachhängen kann.

Direkt gegenüber der Moschee liegt die Ark-Zitadelle, der bereits im 4. Jahrhundert erbaute Palast des Emirs von Buchara mit einer Größe von fast 4 ha. Wir gingen durch das Westtor, welches sehr wuchtig aussieht mit seinen beiden Türmen und dem stufenlosen Aufgang zum Tor. Der Eintitt war ja bereits mit dem Reisepreis entrichtet worden, lediglich die Fotogebühr, wie übrigens überall in Usbekistan, musste oder sollte jeder für sich entrichten. Wir taten es natürlich auch und so betraten wir anschließend die Anlage. Eine dunkle Passage führt hinauf in die Festung wo sich die Krönungshalle, ein Schreibsaal für Zeremonien und ein Innenhof, der von drei Seiten mit Holzsäulen begrenzt ist, befindet.

An der Kopfseite des Innenhofs steht der Thron des Emir aus dem Jahr 1669, er ist aus Marmor und wird von einer bemalten hölzernen Decke geschützt. Wir haben das Gelände eine Stunde erforscht, immer wieder unterbrochen von kleinen Pausen, da es doch sehr warm hier oben war.

Durch das Westtor haben wir die Zitadelle wieder verlassen und sind entlang der mächtigen Außenmauer Richtung Altstadt und Kalon-Ensemble gelaufen.

Dabei durchquerten wir zunächst den Goldbasar. Hier saßen hunderte von Frauen und boten allerei Schmuckstücke an, Ringe Ketten und vieles mehr.

Da es mittlerweile Mittag war suchten wir das Restaurant Dolon auf, welches für seine große Dachterrasse bekannt ist. Das Essen war gut und der Aufstieg zur Dachterrasse hat sich wirklich gelohnt. Man hat von oben einen tollen Rundumblick über Buchara.

Vom Restaurant war es wieder nur ein kurzer Weg zum Kalon-Komplex. Dieser, aus dem 12. Jahrhundert stammende Komplex, besteht aus insgesamt 4 Gebäuden: Eine Moschee, das Minarett und zwei Medresen.

Das Minarett hat eine Höhe von 45 Meter und einen Durchmesser am Boden von 9 Meter. Die Moschee ist jünger, stammt ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert, wurde aber Anfang des 16. Jahrhundert umgebaut. Eine Inschrift unter dem Eingangsportal weist auf das Jahr 1514-1515 hin.

 Im rechteckigen Hof der Moschee ist Platz für bis zu 10.000 betende. Diese zweitgrößte Moschee Zentralasiens ist äußerlich eher schlicht gehalten, hat dafür aber eine sehr schöne Mihrab (Gebetsnische), natürlich Richtung Mekka ausgerichtet.

Die türkisblaue Außenuppel ist weithin sichtbar und eins der Wahrzeichen der Stadt.

Auf dem Weg zur nächsten Medrese kamen wir am Handelszentrum Tok-i-Zargaron vorbei. Als ein Tok, oder auch Tak, bezeichnet man einen Kuppelbasar, der auf einer Straßenkreuzung eraut ist und diese überwölbt. Gleichzeitig sind rundherum Handelsgewölbe vorhanden, in denen Handwerkskunst und Andenken angeboten werden.

Einer der Händler spielte uns etwas auf einem seiner typischen Musikinstrumente vor.

Der anschließende Besuch der Anfang des 15. Jahrhundert erbauten Ulugbek-Medrese dauerte nur kurz, da sie nicht sehr groß ist. Sie besteht aus einem viereckigen Innenhof, einer Moschee und den Studentenwohnräumen auf 2 Etagen. Und natürlich Unterrichtsräume.

Es ging weiter ein Stück durch die Altstadt, vorbei an Händlern und einem Hamam, ebenso an der Ausgrabungsstätte einer Karawanserei mit Badehaus bevor wir wieder am Lyab-i Hauz angekommen sind. Hauz bedeutet übrigens „Wasserbecken“.

Mittlerweile war es 16:30 und wir gingen zurück ins Hotel, welches ja unweit vom Lyab-i Hauz liegt, um uns ein wenig von dem anstrengenden Tag zu erholen.

Nur eine Stunde später brachen wir zum Abendessen auf, das wir in der Nadir Divan-Begi Medrese bei einem Folkloreabend einnehmen wollten. Sie liegt direkt am Lyab-i Hauz, daher waren wir nur 10 Minuten später an unseren reservierten Tischen. Sie standen im Innenhof rund um eine Art Bühne, die durch schöne Teppiche auf dem Boden angedeutet war. Am Kopf der Bühne saß eine Gruppe Männer mir traditionellen Musikinstrumenten, die die gesamte Show mit ihrer Musik begleitete.

      

Nachdem wir unsere Plätze eingenommen hatten wurde das Essen serviert und pünktlich um 18:00 Uhr begann das Programm. Es bestand abwechselnd aus Tanz- und Gesangseinlagen sowie Modenschau. Das ganze Spektakel dauerte eine Stunde und zum Abschluss wurden einige Besucher aufgefordert, mitzutanzen. Anschließend nahmen wir die Gelegenheit war, die kleinen Geschäfte rundherum zu besichtigen und die eine oder andere Kleinigkeit einzukaufen.

Da es noch sehr früh war gingen wir an den kleinen See und setzten uns in eines der vielen Gartenteehäuser, um noch ein oder zwei Bierchen zu trinken. Usbekistan ist zwar ein islamisches Land aber dennoch wird Alkohol auch von der einheimischen Bevölkerung konsumiert.

Ein langer und anstrengender Tag ging sehr erholsam und in lustiger Runde zu Ende.


Tag 6 / 23.4.2016

Nach dem Frühstück fuhren wir zunächst eine knappe halbe Stunde zum Mausoleum Baha-ud-Din Naqshband, etwa 15 Kilometer Nordöstlich von Buchara gelegen. Er war der Gründer des Naqschbandīya-Ordens, des größten muslimischen Sufiordens und lebte im 14 Jahrhundert. Das Mausoleum ist heute Pilgerstätte und Nationaldenkmal in einem. Zum Komplex gehören u.a. ein Friedhof, wo die Anhänger von Nakschband beerdigt sind. Natürlich auch eine Moschee mit Minarett und eine kleine Parkanlage.

Dort steht an einem der Wasserbecken ein alter, knorriger Baumstumpf, der der Geschichte nach von Nakschband gepflanzt wurde. Die Pilger kommen hierher, um den Baum zu berühren und kleine Splitter mitzunehmen in der Hoffnung, das ihre Wünsche in Erfüllung gehen.

Die Anlage liegt in dem kleinen Dorf Kasri Orifon, und da wir nach der Besichtigung noch etwas Zeit hatten, bevor der Bus weiterfuhr, schauten wir uns in dem gegenüberliegenden Einkaufszentrum noch etwas um.

Ich war sehr erschrocken, als ich vor einem der kleinen Läden plötzlich auf einen ausgewachsenen Mönchgeier traf. Er war angekettet und ihm fehlte der linke Flügel. Muza sagte mir später, das die Leute damit Geld verdienen, wenn sich Touristen mit dem Vogel fotografieren lassen wollen. Für mich als Tierfreund ein furchtbarer Zustand.

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Zum Glück lenkte mich der nächste Besuch davon ab, wir fuhren zu einem Wohnhaus das zum Museum ausgebaut wurde. Es gehörte einem reichen Kaufmann mit Namen Faizullah Khojayev und zeigt die wunderschöne Wohnarchitektur aus dem 19. Jahrhundert. Um von der Straße zum Haus zu kommen, muß man zunächst durch einen kleinen Garten mit Sträuchern und Bäumen. Das riesige Gebäude besteht aus verschiedenen Räumlichkeiten wie Küche, Wohnbereiche getrennt für Frauen und Männer, Wohnzimmer und Eingangs- oder Empfangsbereich. Es gibt einen Innenhof um den herum die Zimmer auf der 1. Etage angelegt sind. Wunderschöne Holzschnitzereien schmücken die Räume und den Balkon zum Innenhof. Wir besichtigten zunächst die Küche und wurden dann in einem der typisch dekorierten Wohnraum mit Tee und Gebäck empfangen. Muza erzählte von der Geschichte des Kaufmannes während wir den Tee und die angenehme kühle des Raumes genossen.

Der Vormittag war vorbei und so fuhren wir wieder in die Altstadt, um im Cafe Wisbone unsere Mittagspause zu verbringen. Dieses Cafe versteht sich als einen Treffpunkt deutschsprachiger Touristen und deutsch studierender der Uni Buchara, wo man bei leckerem Kaffee und Kuchen miteinander plaudern kann.

Nach der Mittagspause machten wir einen kleinen Spaziergang wieder an dem kleinen See vorbei zur letzten Synagoge von Buchara. Der Rabbiner zeigte uns seine Synagoge sowie die 500 Jahre alte Thora und erzählte die Geschichte der usbekischen Juden. In der jetzigen Zeit leben nur noch ca. 50 jüdische Familien in Buchara, vor 100 Jahre waren es noch 25.000 Juden. Von den einstmals 13 Synagogen ist nur noch diese eine übriggeblieben.

Sie ist sehr klein und überladen mit Bildern, Wandteppichen und Sprüchen, überall liegen Bücher und Prospekte herum. Und natürlich darf der Davidstern und die Menora (der 7-armige Leuchter) nicht fehlen. Aber trotzdem hatte der Raum für mich etwas beruhigendes, vielleicht war es auch die angenehme Stimme des Rabbis, der in einer für mich fremden Sprache redete.

Was es auch war, wir mussten uns losreißen, der nächste Besichtigungspunkt stand an.

Der Nachmittag stand zwar zur freien Verfügung aber Muza hatte sich angeboten, uns zur Chor Minor Moschee zu begleiten Er wollte wohl nicht, das wir uns auf dem Weg dorthin verlaufen, denn die Moschee lag etwas entfernt in einem Wohnviertel östlich vom Lyab-i Hauz.

Nach einer halben Stunde Fußweg durch die heiße Mittagssonne erreichten wir die Moschee, deren Name übersetzt „Vier Minarette“ heißt. Logisch. Das Gebäude erinnert eher an das indischen Taj Mahal als an eine Moschee.

Erbaut wurde sie im Jahre 1807 als Teil einer Medresen-Anlage von einem reichen Turkmenen, leider ist die Moschee das einzige, was noch erhalten ist. Das besondere an den Türmen besteht in der unterschiedlichen Verzierung unterhalb der blauen Kuppeln. Jeder Turm ist mit den Symbolen der vier Weltreligionen verziert: Hinten links der Halbmond für den Islam, hinten rechts die Fische des Christentum, vorne links die Rauten für den Buddhismus sowie vorne rechts der Davidstern für das Judentum.

 

Gegenüber der Moschee gibt es einen Andenkenladen der gespickt war mit russischen Uniformen die über und über mit Orden behangen waren.

Und es stand dort  ein großer Maulbeerbaum in dessen Schatten wir uns auf einer Bank ausruhen konnten.

Nachdem wir wieder einigermaßen fit waren machten wir uns auf den Rückweg Richtung Hotel. Unsere kleine Gruppe (es waren nicht alle mitgekommen) löste sich am Denkmal von Nasreddin Hodscha auf.

Er hat wahrscheinlich im 13. Jahrhundert in der Türkei gelebt, aber über seine Erzählungen und Witze hat man bis weit in die Balkanländer, im Nahen Osten und Zentralasien gelacht. Er wird auch gerne mit unserem Till Eulenspiegel verglichen.

Hier eine seiner vielen Geschichten:

Als Nasreddin Hodscha eines Tages zusammen mit einigen Freunden auf dem Weg nach Akschehir war, ritt er rückwärts auf seinem Esel. Seine Freunde fanden das sehr eigenartig und fragten ihn deshalb: “Hodscha, warum reitest du deinen Esel rückwärts?”
Der erwiderte: “Das ist ganz einfach. Wenn ich richtig herum auf meinem Esel vor euch her reiten würde, dann wärt ihr beleidigt, weil ich euch den Rücken zukehre. Wenn ihr vor mir reiten würdet, wäre ich nicht zufrieden. Deshalb ist es ein Gebot der Höflichkeit, den Esel rückwärts zu reiten und euch ins Gesicht zu sehen.”

Ich machte mich also allein auf den Weg zu einem Puppenmacher, den ich bereits am Vortag in der Nähe des Sees entdeckt hatte. Er stellt handgefertigte, wunderschöne und farbenfrohe Marionetten und Handpuppen in seiner kleinen Werkstatt her. Man kann den Angestellten und Lehrlingen zuschauen, wie sie die Gesichter formen und die Kleider nähen. Der Chef macht kleine Vorführungen zu traditioneller Musik mit einer seiner Handpuppen und zeigt einem die außergewöhnlichen Puppen, die hinter Vorhängen auf ihren Auftritt warten.

   

Der Abend war zunächst wieder der Folklore gewidmet. Wir machten uns gegen 17:45 auf den Weg in ein anderes Hotel wo uns eine 4-köpfige, usbekische Musikkapelle mit traditionellen Instrumenten ein Konzert gab.

Anschließend gingen wir in das Restaurant „Old Bukhara“ um unser Abendessen auf einem der im Innenhof gelegenen Balkone einzunehmen.


Tag 7 / 24.4.2016

Heute hieß es Abschied nehmen von der wunderschönen Stadt Buchara. Unse nächstes Ziel war das ca. 300 Kilometer entfernte Samarkand.

Um 08:00 fuhren wir los und ca. 25 Minuten später kamen wir in der Stadt Kogol an einem russischen Friedhof vorbei, der von weitem an den Berg der Kreuze in Litauen erinnert.

Gegen 13 Uhr machten wir in Shahrisabz bei einer Usbekischen Familie Mittagspause. Der Hausherr empfing uns sehr freundlich und führte uns in den Innenhof seines Hauses, wo bereits eine lange Tafel für uns gedeckt war. Die Töchter brachten leckere Köstlichkeiten und wir genossen die angenehme Atmosphäre in dem Privathaus.

 

Sehr freundlich

wurden wir nach

dem Essen wieder

von der gesamten

Familie

verabschiedet.

Vor hier waren es nur ein paar Minuten bis zur Kok Gumbaz Moschee, deren große blaue Kuppel schon von weitem zu sehen ist. Erbaut wurde sie als Freitagsmoschee in den Jahren 1435/36 von Ulugbek, einem Enkel von Timur.

Das innere ist mit Laken ausgelegt, damit der schöne Teppich nicht beschädigt oder verschmutzt wird, auch wenn man immer die Schuhe ausziehen muss, wenn man eine Moschee betritt. Die Innenwände und die Gebetsnische sind nicht mit Kacheln bedeckt, wie sonst üblich, sondern mit sehr schönen Malereien.

Wir gingen nach der Besichtigung um die Moschee herum und kamen in eine wunderschöne, kleine Parkanlage mit gemauerten Pavillons, wo man angenehm in Schatten sitzen und plaudern konnte.

Auf der anderen Seite des Parks, direkt gegenüber der Moschee, liegt der Mausoleum-Komplex Dor-ut Tilovat, wo auch das Grab von Jahangir liegt, Timur ältestem Sohn, der als Kind vom Pferd fiel und starb. Außerdem gibt es ein Mausoleum von Scheich Shamseddin Kulyal, er war der Lehrmeister von Timur und seinem Vater.

Der Rückweg zum Bus führte uns an der Schachrisabz Allee vorbei, einem sehr breiten Fußgängerweg mit vielen neugepflanzten Bäumen und Laternen, der die Kok Gumbaz Moschee und den Sommerpalast von Timur miteinander verbindet. Der Blick von der Moschee aus zeigt den Sommerpalast mit dem beeindruckenden Pamir-Gebirge im Hintergrund.

 

 

Wir fuhren mit

dem Bus weiter

zur Statue von

Amir Timur, die nach

der Unabhängigkeit

im ehemaligen Zentrum

seines Sommerpalastes

Ak Saray oder Oq Saroy

errichtet wurde.

Der Sommerpalast Oq Saroy, was übersetzt „Weißer Palast“ heißt, ist leider zum überwiegenden Teil zerstört. Übriggeblieben ist das imposante, 40 Meter hohe Eingangsportal mit seinen weißen, blauen und goldenen Mosaiken. Steht man zwischen den beiden hohen Türmen kommt man sich klein wie eine Ameise vor.

Der gesamte Bereich mit Moschee, Mausoleum und Sommerpalast ist wunderschön angelegt mit vielen Bäumen und Rasenflächen. Schon zu Timurs Zeiten gab es Gärten rund um seinen Palast, was der Stadt seinen Namen gab, Schachrisabs (Tadschikisch für grüne Stadt).

Mittlerweile war es fast 16:00 Uhr geworden und aus Richtung der Berge bahnte sich ein Gewitter an. Wir gingen also zum Bus zurück und bei der Abfahrt fing es tatsächlich an zu regnen. Da unser Ziel aber nördlich lag, hatten wir die Gewitter- und Regenfront schnell hinter uns gelassen und machten uns auf den Weg nach Samarkand. Ca. 85. Kilometer lagen noch vor uns für die wir gut drei Stunden brauchten.

Gegen 18 Uhr checkten wir im Hotel Arba ein und für diesen Abend war nur noch das Abendessen vorgesehen, welches wir im Restaurant Staraya Arba einnahmen. Es lag direkt um die Ecke im gleichen Haus wie das Hotel.


Tag 8 / 25.4.2016

Pünktlich um 09:00 fuhren wir ab zu unserem ersten Ziel, einem Museum.

Zuvor machten wir jedoch noch einen Fotostopp an einer etwas erhöhten Stelle, von wo aus wir die berühmteste Sehenswürdigkeit wunderbar sehen konnten, die Bibi-Chanum-Moschee. Auch aus der Entfernung ist deutlich ihre Schönheit zu erkennen und wir freuten und darauf, sie zu besichtigen. Das stand aber erst für den nächsten Tag auf dem Plan.

Jetzt fuhren wir zunächst zum Afrasiab Museum. Eigentlich ist es eine antike Siedlungsstätte, deren Ausgrabungen Ende des 19. Jahrhunderts begonnen wurde und bis heute nicht abgeschlossen ist. Innerhalb der Stadtmauern befanden sich eine Zitadelle, Moschee, Wohnhäuser und Handwerksläden. Bisher wurden Tonwaren mit schönen Ornamenten, Terrakottafiguren, Glaswaren, Werkzeuge, Schmuck und Münzen gefunden, die zum Teil in dem errichteten Museum ausgestellt werden. Hier befinden sich auch Wandmalereien aus verschiedenen Gebäuden.

Nachdem wir die Ausstellung besucht hatten, machten wir einen ausgiebigen Spaziergang auf dem Ausgrabungsgelände. Es ist jedoch nur schwer etwas zu erkennen, da es nur aus mit Gras bewachsenen Hügeln besteht, auf denen zudem noch Ziegenherden herumziehen.

Nachdem wir fast eineinhalb Stunden dort zugebracht haben, fuhren wir zum nächsten Ziel, der Sternwarte bzw. Ulugbek`s Observatorium. Dort angekommen wurden wir zunächst von der überdimensionalen Statue Mirzo Ulugbek`s empfangen.

Ulugbek war ein Timuriden-Fürst in Samarkand und hat von 1394 bis 1449 gelebt. Er beschäftigte sich mit Mathematik und Astronomie und gründete im Jahr 1428 dieses Observatorium. Leider wurde es nach seinem Tod zerstört, lediglich der untere Teil des Sextanten wurde davon verschont und Anfang des 20. Jahrhundert ausgegraben.

Gegenüber dem Eingang zum unterirdischen Teil gibt es ein interessantes Museum, welches sich mit dem Gelehrten Ulugbek und seinem Observatorium beschäftigt.

Wir machten eine dreiviertel Stunde Pause auf dem Gelände und natürlich auch jede Menge Fotos. Und auch dort passierte was immer in diesen Momenten passierte...wir wurden von (jungen und alten) Usbeken aufgefordert, Fotos mit ihnen zusammen zu machen. Das hab ich noch in keinem anderen Land so erlebt, die Menschen lachen und haben Spaß, wenn man sie fotografiert.

Im Anschluss verbrachten wir unsere Mittagspause in einem schönen Gartenrestaurant in der Nähe.

Von da fuhren wir zum Gur-Emir Mausoleum, was so viel wie „Grab des Gebieters“ bedeutet. Eigentlich wurde das Mausoleum für Timur`s Enkel Muhammed Sultan erbaut, der sein Thronfolger werden sollte aber bereits im Jahr 1404 verstarb. Als Timur ein Jahr später starb wurde er von seinen Söhnen ebenfalls dort begraben. Zwei weitere Söhne und der Enkel Ulugbek ruhen ebenfalls da.

Insgesamt gibt es 9 Grabsteine, 8 graue nur der von Timur ist schwarz.

Der Komplex besteht aus einem großen Portal (Iwan), zwei Minaretten, dem Mausoleum und einem ca. 30 X 30 Meter großen Innenhof. Von der Medrese und Hanaka (Gebetsplatz für Muslime) sind leider nur noch die Grundmauern vorhanden. Die wunderschöne, geriffelte Außenkuppel hat eine Höhe von 13 Metern und ist hauptsächlich mit türkisen und blauen Fliesen gekachelt. Die 64 gleichmäßigen Rippen beziehen sich auf die Lebensjahre Mohammeds. Die gesamte Kuppel hat eine Höhe von 34 Meter.

Vom Mausoleum ging es weiter zum prächtigen Registan-Platz. Für mich einer der schönsten Plätze in Usbekistan und er gehört mit Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wenn man von der Straße her auf den Platz schaut offenbart sich seine gesamte Schönheit, wie in einem Märchen aus 1001 Nacht. Von der etwas erhöhten Position aus, man hat hier einen Podest für Besucher errichtet, kann man die drei Medresen und den P

latz am besten überschauen.

Auf diesem Podest haben wir natürlich ein Gruppenfoto gemacht, Muza hat dafür von allen die Kameras eingesammelt, sie sich um den Hals und über seine Arme gehängt, müssen so um die 10 oder 12 Kameras gewesen sein, und dann mit jeder einzelnen ein Foto von uns allen gemacht. Das sah schon sehr lustig aus.

Registan bedeutet auf Deutsch Sand, weil es an diesem Ort in frühen Jahren einen Fluss gab, der nach und nach austrocknete und eine Menge Sand hinterließ. Und als die erste Medrese erbaut wurde, fanden auf dem Platz Paraden und Feste statt, aber auch Hinrichtungen. Leider hat der usbekische Präsident Karimow vor ein paar Jahren den Platz umgestalten lassen. Es wurden die Springbrunnen und Bäume durch langweiliges Pflaster ersetzt. Dadurch hat er etwas von einem Paradeplatz und von seiner ursprünglichen Schönheit verloren.

Die erste Medrese ist die Ulugbek-Medrese. Sie wurde Anfang des 15. Jahrhundert erbaut und steht auf der linken Seite. Der Namensgeber hat selbst in ihr Mathematik und Astronomie gelehrt. Der Innenhof ist wie ein kleiner Park angelegt, mit Bäumen, Sträuchern und Bänken zum Ausruhen.

 

Das "schiefe" Minarett der Ulugbek-Medrese

200 Jahre später wurde die Sherdor Medrese erbaut, der damalige Herrscher Samarkands wollte eine Kopie der ersten erstellen. Sie steht auf der rechten Seite. Sie unterscheidit sich nur in einem Punkt von der ersten Medres: Sie hatte zwei Winter-Unterrichtsräme mehr.

10 Jahre nach ihrer Fertigstellung befahl derselbe Herrscher den Bau der dritten, der Tillakori Medrese, was übersetzt „die Goldgeschmückte“ heißt. In der Tat ist diese Medrese im inneren mit sehr viel Gold verziert.

Und auch hier wurden wir wieder um Fotos gebeten, diesmal war es eine Gruppe Studenten, die sich mit uns fotografieren lassen wollten. Selbst die kleine Hochzeitsgesellschaft in der Nähe hatte nichts gegen ein Fotoshooting einzuwenden.

Nach fast 1 ½ Stunden auf diesem wunderschönen Platz fuhren wir zurück ins Hotel um uns auf den Abend vorzubereiten. Es gab eine traditionelle, einstündige Vorführung in einem kleinen Theater.....

 ....und anschließend wieder ein Abendessen bei einer usbekischen Familie.


Tag 9 / 26.4.2016

Da die Abfahrt erst für 09:00 Uhr geplant war, hab ich mich schon 2 Stunden früher allein und zu Fuß auf den Weg zu Timur`s  Statue gemacht, die nur einen Kilometer von unserem Hotel stand. Dabei kam ich an der Church Of St. Alexius Metropolitan of Moscow, einer russisch/orthodoxen Kirche, vorbei. Leider war sie jedoch geschlossen.

Das Hotel und die Kirche liegen in einer kleinen Seitenstraße, die zwar über einen Bürgersteig verfügte, dieser aber den Namen nicht wirklich verdient. Die Wurzeln von Bäumen hatten sich durch das Pflaster gebohrt und bildeten böse Stolperfallen, außerdem hatten sich vom letzten Regen riesige Pfützen gebildet, denen man nur noch über die Fahrbahn ausweichen konnte.

Zum Glück kam ich jedoch sehr schnell an den Prachtboulevard, an dessen Ende das Denkmal Timurs steht.

Die jeweils zwei Fahrspuren sind durch einen kleinen Park getrennt, in dem kunstvolle Plastiken und Springbrunnen stehen. Gesäumt wird die Fußgängerzone von vielen Bäumen und Rasenflächen.

Ich brauchte etwa 20 Minuten bis zum Denkmal und wurde, dort angekommen, von einem jungen Mann angesprochen. Er begrüßte mich sehr freundlich auf Englisch und wollte wissen woher ich komme und was ich in Samarkand mache. Ich hab mich eine ganze Weile mit ihm unterhalten, soweit es meine Englischkenntnisse zuließen. Das zeigte wieder die überaus freundliche und offene Art der Usbeken.

Das Denkmal steht auf einem runden Platz um den eine mehrspurige Straße herumführt, und Timur sitzt auf seinem Thron so, dass er auf das etwas rechts von ihm liegende Rukhobod Mausoleum sehen kann.

Damit ich rechtzeitig zum Frühstück wieder im Hotel war, machte ich mich nach kurzer Zeit wieder auf den Rückweg, diesmal aber nicht durch den Park sondern auf der Straßenseite. Dabei kam ich direkt an dem 4-Sterne-Hotel "Registan Plaza" vorbei.

Rechtzeitig zum Frühstück war ich wieder im Hotel und pünktlich um 9 Uhr fuhr der Bus los zu unserem heutigen ersten Ziel, einem nochmaligen Fotostopp am Gur-Emir-Mausoleum. Da wir hier am Vortag bereits waren, wurden nur ein paar Fotos von außen gemacht und nach etwa 10 Minuten ging es weiter nochmals zum Registan, um auch dort noch ein paar Fotos zu machen. Auch hier nur ein kurzer Aufenthalt, dann ging es zu Fuß weiter zur Bibi-Khanum-Moschee.

Dabei liefen wir eine wunderschöne Allee entlang, die an beiden Seiten von Bäumen und Rasenflächen gesäumt war. Links und rechts standen schön restaurierte Häuser mit hübsch angelegten Vorgärten.

Für den Fußweg brauchten wir etwa eine Viertelstunde, bevor wir an einem der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Samarkand ankamen. Timur hat die Bibi-Khanum-Moschee Anfang des 15. Jahrhunderts erbauen lassen als eine der größten Freitags-Moscheen des Islam. Leider verfiel sie sehr schnell, da beim Bau u.a. statische Fehler gemacht und falsche Baumaterialien verwendet wurden. Auch die Erdbeben trugen zum Zerfall der Moschee bei. Umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen haben aus den Ruinen wieder ein stattliches Bauwerk gemacht, das es auf jeden Fall lohnt, zu besichtigen.

Man betritt den Komplex durch ein ca. 40 Meter hohes, reich verziertes Portal und gelangt als erstes in den großen Innenhof.

Die Moschee mit der riesigen, blauen Kuppel liegt auf der gegenüberliegenden Seite, wobei die Kuppel jedoch nicht zu sehen ist, da sie von einem hohen Portal (Pischtak) verdeckt wird. An den Längsseiten des Innenhofes stehen zwei weitere, kleinere Kuppelbauten mit Portalen zum Hof hin.

In der Mitte des Innenhofes befindet sich auf einem steinernem Podest ein riesiger Koranständer aus verzierten Marmorblöcken.

Nach einer guten Stunde machten wir uns auf den Weg zum direkt nebenan liegenden Siab Basar, um hier unsere Mittagspause zu verbringen. Ich machte zunächst einen Rundgang an den langen Theken entlang, die mit frischem Obst, Gemüse, Brot und Nüssen überladen waren. In diesem größten Basar der Stadt kauft nicht nur die einheimische Bevölkerung ihre täglichen Lebensmittel ein, sondern auch die vielen Touristen halten sich hier gerne auf.

Man kann wunderbar bummeln, Geschenke einkaufen und im Marktrestaurant landestypisch zu Mittag essen. Und genau dazu bin ich auch auf die schön angelegte Terrasse des Restaurants gegangen um gemeinsam mit den anderen Reiseteilnehmern einen kleinen Imbiss einzunehmen. Muza, unser Reiseleiter kam mit einem leckeren roten Süßwein, den er mir, natürlich unter dem Tisch, in meine Teetasse einschenkte.

Diese Mittagspause hatte was ganz besonderes (ich liebe den usbekischen Süßwein) und war irgendwie eine gute Vorbereitung auf unser nächstes Ziel: Die Totenstadt Shohizinda.

Die ab dem 9. Jahrhundert erbaute Nekropole gehört zu den bekanntesten in Zentralasiens in der die Adligen Timuriden ca. ab dem 14. Jahrhundert beerdigt wurden.

 

Man muss eine

lange und steile

Treppe hinaufsteigen

um zu den Mausoleen

zu gelangen.

Oben angekommen durchschreitet man einen langen Gang, an dem links und rechts die Mausoleen stehen, deren Außenfassaden durch die typisch blauen und türkisen Fliesen reich verziert sind.

Am anderen Ende kommt man auf einen kleinen Platz von wo aus man auf den links davon liegenden Friedhof kommt, der auch heute noch genutzt wird. Was hier auffällt sind die großen Grabsteine die mit Fotos der verstorbenen verziert sind.

Nach etwa anderthalb Stunden verließen wir die große Anlage und fuhren zurück ins Hotel. Pause war erst mal angesagt, bevor es gegen 16:30 Uhr zur Weinprobe in die Weinkellerei Chovrenko ging. Dort besuchten wir zunächst ein kleines Museum, das sich mit dem usbekischen Wein, seiner Herstellung und den dazugehörigen Fässern und Flaschen beschäftigt.

Anschließend betraten wir einen Raum mit einem riesigen Tisch in der Mitte und einem Regal aus Glas mit unzähligen, verschiedenen Flaschen, gefüllt mit allerlei alkoholischen Getränken. Für uns waren die Plätze dahingehend präpariert, das vor jedem Stuhl auf dem Tisch ein Tablett mit 10 Gläsern stand, daneben ein Teller mit Kräcker und ein Glas Wasser. Die Weinprobe begann, und wir probierten uns durch die 8 verschiedenen Weine und 2 Cognacs, immer mit ausführlichen Erklärungen vom Chef der Kellerei persönlich. Manche der Weine waren sehr süß, und da ich einen süßen Wein bevorzuge hab ich diese Gläser natürlich leer getrunken. Am Ende waren fast alle Gläser leer. Aber nicht nur bei mir, auch meine Reisebegleiter haben nur wenig übrig gelassen. Weg schütten ist ja auch viel zu schade.

Gut gelaunt fuhren wir nach über einer Stunde in die Nähe des Registan um in einem Restaurant unser Abendessen zu genießen.

Auf der Rückfahrt ins Hotel kamen wir nochmal am Gur-Emir Mausoleum vorbei, und da es so wunderschön angestrahlt war, hielten an um ein paar Fotos zu machen.


Tag 10 / 27.4.2016

Der heutige Tag fing wieder mit einer langen Busfahrt an, es ging in die ca. 300 Kilometer entfernt liegende Hauptstadt Taschkent.

 

Überquerung des 

2.212 km langen

Flusses Syrdarja, der

in den Aralsee mündet.

Um 13:30 erreichten wir die Stadtgrenze und begaben uns zunächst in das russische Restaurant Bek im Stadtzentrum.

Von hier aus fuhren wir zur Barak-Chan-Medrese aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Anlage besteht aus mehreren Gebäuden aus verschiedenen Jahrhunderten, das älteste ist das Mausoleum für Ulugbeks Enkel Suyunidj-Khan.

Der Komplex ist sehr großzügig angelegt mit einem großen Platz auf dem u.a. auch eine Bibliothek steht. Hier wird der angeblich älteste Koran der Welt aus dem Jahr 655 ausgestellt. Er wurde von Timur aus dem Irak nach Samarkand gebracht und ist auf Hirschkuhleder geschrieben. Leider darf man in dieser Halle nicht fotografieren.

Nach einer Stunde fuhren wir weiter zum Museum für Angewandte Kunst (Museum of Applied Arts), wo wir bestickte Kleidung, Teppiche, Keramiken, Schmuck und Kleinmöbel bewundern konnten.

Im Garten des Museums gab es eine kleine Cafeteria, in der wir uns mit einem Espresso oder Cappuccino stärken konnten.

Als nächstes besuchten wir die in unmittelbarer Nähe liegende Medrese Kukeldash. Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde von dem Wesir Kukeldash erbaut. In den kleinen Wohnzellen von 2 mal 2 Meter, die keine Möbel hatten, lebten zwei bis drei Schüler. Heute wird die Moschee regelmäßig von Mawarannahr Muslimen genutzt und in der Grundschule werden die Grundkenntnisse des Islam vermittelt.

Der schön gestaltete Innenhof lädt zum Verweilen ein. Leider nicht für uns, wir mussten weiter.


Der Chorsu Basar ist einer der größten Basare der Stadt und durch seine Nähe zur Metro auch für die einheimische Bevölkerung ein beliebtes Einkaufsziel. Er besteht aus zwei Bereichen, einen äußeren für die fliegenden Händler und einen inneren, überdachten Bereich wo die Händler der Stadt ihre Waren anbieten. Wir durchquerten zuerst den Bereich mit den fliegenden Händlern, die zum Teil ihre Waren auf dem Boden liegend auf Decken anboten, meistens Textilien aller Art. Aber es gab auch Kinderwagen die zu Verkaufsständen umgebaut waren, dort gab es dann Gemüse, Gewürze oder Brotwaren.

Vorbei an der Metrostation kamen wir zum überdachten Teil, der von weitem schon an seiner futuristischen Kuppel zu erkennen ist. Die Hallen sind nach Art der Waren unterteilt, es gibt Hallen für Fleisch, Gemüse und Obst, Milchprodukte und Brotwaren. Man könnte sich hier stundenlang aufhalten und immer wieder etwas neues entdecken.

Für uns war jedoch nach einer knappen Stunde Schluss, denn es war noch eine Fahrt mit der Metro geplant. Nur ein oder zwei Stationen, um auch die angeblich schönste U-Bahn der Welt einmal gesehen zu haben. Und tatsächlich sind die Bahnhöfe architektonische und künstlerische Meisterwerke. Jeder hat ein anderes Gesicht und einen Bezug zu einer bestimmten Gestaltung. So gibt es einen Bahnhof der den russischen Kosmonauten gewidmet ist. In einem anderen herrschen Kronleuchter in der Form von Baumwolle vor. Da es sich bei allen Bahnhöfen auch um sog. strategische Punkte handelt gibt es ein absolutes Fotografierverbot. Leider, denn die Motive hätten einiges hergegeben. Das ist auch der Grund für die Kontrolle am Eingang zu den Bahnsteigen. Schon am Treppenabgang steht ein Polizist und bevor man den Bahnsteig betritt stehen weitere zwei Polizisten die sämtliche Taschen kontrollieren. Sehr höflich und freundlich aber auch bestimmt. Also betraten wir nach erfolgter Kontrolle den Bahnsteig und kurze Zeit später einen Zug. Und dann passierte, was uns Muza unbedingt zeigen wollte.....da der Zug sehr voll war stellten wir uns in die Mitte des Abteils, aber es dauerte keine 2 Minute und wie selbstverständlich standen viele der Mitreisenden von ihren Plätzen auf um sie uns anzubieten. Wir wurden auch sofort freundlich angesprochen, man wollte wissen woher wir kommen und was wir in der Stadt machen. Zwei Stationen weiter verließen wir den Zug wieder und kurze Zeit später saßen wir wieder im Bus um ins Restaurant Piligrim zu fahren.


Tag 11 / 28.4.2016

Heute mussten wir wieder etwas früher aufstehen denn schon für 08:00 war die Abfahrt ins Ferganatal geplant.

Für die Fahrt zu unserem nächsten Hotel in Kokand standen uns 4 PKW zur Verfügung, da die Straße dorthin für Busse gesperrt ist. Pünktlich ging es los und ich hatte das Glück, im 1. PKW auf dem Beifahrersitz Platz nehmen zu dürfen. Dadurch konnte ich ganz gute Fotos nach vorne durch die Windschutzscheibe schießen.

Kurz hinter Taschkent bog der Konvoi auf eine Art Schnellstraße ab, die immerhin 4-spurig ausgebaut war. Aber es konnte auch hier passieren, das wir großen Schlaglöchern ausweichen mussten. Auch standen hier und da mal Kühe auf der Fahrbahn.

Trotz allem kamen wir nach knapp 3 Stunden an der Grenze an. Muza musste alle Reisepässe in einem Büro vorzeigen, dort wurden sie geprüft und nach 20 Minuten durften wir weiterfahren. Nach einer weiteren Stunde Fahrt durch eine eindrucksvolle Gebirgslandschaft erreichten wir den Kamtschik Gebirgspass mit einer Höhe von ca. 2.200 Meter. Dort oben gibt es ein kleines Restaurant mit einem Kiosk und Andenkenladen. Und eine phantastische Aussicht bis hinüber zum Alai- und Tienschan-Gebirge.

Nachdem wir alle jede Menge Fotos gemacht hatten ging es weiter Richtung Kokand, wo wir gegen 13 Uhr ankamen.

Nach der Mittagspause besichtigten wir zunächst den Friedhof der Könige, auf dem neben bedeutende Bürger der Stadt auch einige Khane von Kokand beerdigt sind. Das Eingangsportal ist eigentlich das schönste an diesem Ort.

Vom Friedhof ging es weiter zum Schloss, dem Khudayar-Khan Palace, der auch als die Perle von Kokand bekannt ist. Das Schloss wurde um 1870 vom letzten Herrscher von Kokand erbaut und besteht aus 4 Minaretten, mehreren Höfen und über 100 Zimmern. Die Front des Palastes besteht aus einer mit bunten Mosaiken wunderschön verzierten Mauer, nur unterbrochen von einem hohen Eingangsportal.

Heute werden nur noch zwei Höfe und wenige Zimmer als Museum genutzt, in der eine Ausstellung über die Vergangenheit und Gegenwart von Kokand gezeigt wird. So gibt es u.a. einen offenen Bereich, wo ausgestopfte, heimische Tiere ausgestellt werden und nebenan alte Kutschen und Transportmittel.

Der nächste Besichtigungsort war eine Keramikfabrik in Rishtan, wo wir uns über eine Stunde aufhielten und in die Geheimnisse der Keramikproduktion eingeweiht wurden. Hier werden neben den üblichen Schüsseln, Tellern und anderen Gefäßen auch die bekannten Fliesen in Handarbeit hergestellt.

Nach der

anstrengenden

„Unterrichtsstunde“

erhielten wir sogar

noch einen kleinen

Imbiss, den typischen

Tee, Gebäck und Nüsse.

Gegen 17:45 Uhr fuhren weiter Richtung Fergana Stadt, wobei wir in sichtbarer Nähe an den „Himmlischen Bergen“ in Kirgisistan vorbeikamen. Schade dass es etwas diesig war, sodass das Schneebedeckte Gebirge nur schemenhaft zu erkennen war.

Nach einer guten halben Stunde passierten wir das Stadttor von Fergana und 20 Minuten später waren wir im Hotel Asia. Es gab noch ein Abendessen im Hotel.

 


Tag 12 / 29.4.2016

Die Abfahrt war für 08:15 geplant. Es ging pünktlich los nach Margilan, in die Stadt der Seide. Im Mittelalter war Margilan die größte Stadt im Fergana-Tal und ein wichtiger Zwischenstopp der Karawanen, die auf der Seidenstraße unterwegs nach China waren. Die 1.Seidenspinnereien wurden vermutlich schon im 1. Jahrhundert gegründet. Noch heute ist die feine und farbenfrohe Seide von hier in aller Welt gefragt. Der größte Teil der Seide wird jedoch maschinell gefertigt, aber auch die handgefertigte Seide findet seine Liebhaber und eine Besichtigung einer Seidenfabrik darf auf keiner Usbekistan-Reise fehlen.

Wir besichtigten die Seidenfabrik Yodgorlik, wo wir sehr ausführlich über die Produktion der Seide mittels Seidenraupen informiert wurden. Diese Art der Seidenproduktion sollte jedoch für jeden Tierschützer ein Graus sein, da die Seidenraupen in ihren Kokons lebendig in kochendes Wasser geworfen werden. Anders kommt man leider nicht an die feinen Fasern heran. Bevor das passiert, ernähren sich die Raupen etwa 4 Wochen lang von Maulbeerbaum-Blättern um sich anschließend mit einem ca. 900 Meter langen Faden einzuspinnen.

Und bevor der Seidenspinner-Schmetterling schlüpfen kann, erfolgt die Tötung im kochenden Wasser. Nach einer kurzen Zeit werden dann die Fäden von den Kokons abgewickelt, natürlich von Hand, und auf eine Art Spinnrad gewickelt. Diese Arbeit verrichten Frauen, die den ganzen Tag an den heißen und stinkenden Wasserbehältern sitzen. Keine schöne Arbeit, denn der Geruch ist schon sehr unangenehm intensiv.

Uns wurde natürlich auch der Verarbeitungsbereich gezeigt und erklärt, wie die Teppiche gewebt werden. Dabei zeigt uns eine der Arbeiterinnen einen Teppich in der Größe 210 X 210 cm, an dem sie allein über 2 Jahre gearbeitet hat. Er stand kurz vor der Fertigstellung, sie musste nur noch die Fransen anbringen.

Im Anschluss hatten wir die Möglichkeit, im Shop der Fabrik Tücher aus reiner Seide zu erwerben. Was wir natürlich ausgiebig machten, denn die Schals und Tücher waren wunderschön.

Gegen halb 11 ging es weiter Richtung Andijan zum Babur-Museum. Das Museum liegt in einem kleinen Vergnügungspark, in dem es an diesem Freitagvormittag schon hoch her ging. Von einer kleinen Bühne drang laute Disco-Musik herüber bis zum Eingang, viele junge Leute standen dort und tanzten. Daneben gab es eine Vielzahl der typisch usbekischen Tische, an denen man im Schneidersitz rundherum sitzt. An einigen der Tische saßen ein paar Frauen, die uns lachend einluden, den leckeren, wahrscheinlich selbstgemachten, Kirschkompott zu probieren. Hier bewies sich mal wieder die überaus gastfreundliche Mentalität der Usbeken. In unmittelbarer Nähe gab es einen Bereich, in dem verschiedene Speisen in großen Kesseln zubereitet wurden. Auch einen Backofen gab es und es roch lecker nach frischgebackenem Brot.

Das eigentliche Museum lag auf einem Hügel und obwohl wir uns nur schwer von diesem einladenden Ort trennen konnten machten wir uns auf den Weg nach oben.

Das Babur-Museum besteht aus einem viereckigen Raum mit der üblichen türkisen Kuppel auf dem Dach. Man hat von hier einen weiten Blick über das Land. Die Wände des Innenraum sind rundherum mit Malereien verziert, die die einzelnen Stationen im Leben des Babur darstellen,  von der Decke hängt ein riesiger Kronleuchter herunter.

Den Hügel verließen wir über ein große Treppe an deren unteren Ende die Statue des sitzenden Babur steht.

Das Museumsgelände verlässt man durch eine Art Portal, an deren Seiten jeweils ein kleiner Garten mit schönen Blumen angelegt ist, und in einem der Gärten steht eine Karawane aus großen Steinfiguren.

Babur, sein voller Name lautet Zahir ad-Din Muhammad Babur, wurde 1483 in Andijan geboren und war der Begründer des Mogulreiches. Gestorben ist er 1530 in Agra/Indien.

Unsere Mittagspause verbrachten wir in einem großzügig angelegten Restaurant, wo wir bereits von den Kellnern erwartet wurden. Der Tisch war reserviert und schon eingedeckt, allerdings mit einer Tischdecke aus Plastik, aber das störte niemanden, denn das Essen wurde schnell gebracht und war lecker. Am Nachbartisch saßen ein paar Frauen, die, nachdem sie gegessen hatten, zu singen und tanzen begannen und unseren Muza sofort aufforderten mitzutanzen. Wir standen drumherum und klatschten im Rhythmus zum Gesang. Es war wieder eine fröhliche Episode aus dem Leben der Usbeken.

Gegen 14 Uhr 30 machten wir uns auf den Weg zur Freitagsmoschee Devonaboy in Andijan. Mit dem Bus waren es nur 20 Minuten dorthin. Schon von weitem waren die beiden Minarette am Eingangsportal zu erkennen. Der Bus hielt etwas abseits der Moschee, da man die Straße dorthin nicht als Straße bezeichnen konnte, es war eher ein Feldweg. So liefen wir das letzte Stück zu Fuß, vorbei an ein paar Straßenhändlern. Das Portal und die beiden Minarette sind das einzige, was es lohnte anzuschauen. Deshalb waren wir auch nicht sonderlich enttäuscht, das wir innerhalb der Moschee nicht fotografieren durften.

Also fuhren wir weiter zu einem Denkmal von Ahmad al Fargoniy, ein persischer Astronom aus dem 9. Jahrhundert, geboren in Fergana hat er jedoch überwiegend in Bagdad gelebt. Hier hielten wir uns nur eine halbe Stunde auf um anschließend ins Hotel zum Abendessen zurück zu kehren.


Tag 13 / 30.4.2016

Der Der Morgen fing seeeehr früh an....bereits um 06:00 fuhren wir zum Flughafen Andijan, von wo aus wir um 08:45 mit einer Boing 757 zurück in die Hauptstadt Taschkent flogen. Pünktlich um 09:20 erfolgte die Landung und 90 Minuten später befanden wir uns am Timur-Platz.

Dort steht u.a. das älteste Frauengymnasium Asiens.

Nach einem kleinen Spaziergang rund um Timur`s Standbild fuhren wir weiter zum Staatlichen Museum für Geschichte der Völker Usbekistans, früher hieß es Lenin-Museum. Es gibt dort eine umfangreiche Sammlung archäologischer Fundstücke aus den unterschiedlichsten Epochen. Die Fotogebühr sollte hier 25.000 Sum (knapp 8 Euro) kosten. Da mir das zu teuer erschien und zudem überall Aufseherinnen saßen, hab ich keinerlei Fotos vom Innern des Museum.

Unsere Mittagspause verbrachten wir in der Mensa einer der vielen Universitäten.

Anschließend fuhren wir ins Hotel Shodlik Palace. Eigentlich stand uns der Nachmittag zur freien Verfügung, aber Muza hatte uns einen Ausflug zu Fuß zum in der Nähe gelegenen Unabhängigkeitsplatz angeboten, und so habe ich mit ihm und ein paar anderen in der mittlerweile sengenden Nachmittagssonne auf den Weg dorthin gemacht. Unser Ausflug dauerte über eine Stunde, aber wir haben sehr viel gesehen von diesem großen Platz inklusive wunderschön angelegter Parkanlage. Man sieht hier überall fleißige Frauen, die die Wege sauber halten, Blumen pflanzen und die Grünanlagen mit Wasser versorgen.

                         

                              Inmitten des Parks gibt es ein Denkmal zu Ehren

aller Mütter                                        und eins zu                         Ehren der Frauen.

In einem langen Gebäude gibt es unzählige, große Holztafeln mit Namen drauf. Es handelt sich dabei um die Namen der in den beiden Weltkriegen gefallenen Usbeken, sortiert nach den einzelnen Regionen Usbekistans. Es hat schon etwas bedrückendes, an den vielen Tafeln vorbeizugehen.

Den Rückweg ins Hotel fand ich sehr anstrengend, da es immer wärmer wurde, die Sonne brannte unerbittlich und so war ich froh, wieder im klimatisierten Hotel angekommen zu sein. Für den Abend stand nur noch das Abendessen im Hotel auf dem Plan.


Tag 14 / 1.5.2016

Der Tag fing mit der Besichtigung der wunderschönen, weißen Minor Moschee (auch bekannt als „Neue Weiße Moschee“) an. Neu deshalb, weil sie erst im Jahr 2014 fertiggestellt wurde. Auftraggeber war der usbekische Präsident Islam Karimov. Sie hat für ca. 1.400 Gläubige Platz und besteht aus weißem Marmor. Nur die Kuppel ist in der typischen Türkisen Farbe bemalt.

Der Moschee-Raum durfte von uns Frauen nicht betreten werden, da noch einige Gläubige im Gebet vertieft waren, aber Muza hat für mich ein paar Fotos von der Kuppel gemacht, die mit bunten Mosaiksteinen verschönert ist.

Nach einem kleinen Spaziergang durch den rund um die Moschee angelegten Park fuhren wir weiter zum Denkmal der Mut. Es wurde zum Gedenken an das verheerende Erdbeben am 26.April 1966 um 17:22 Uhr errichtet. Dabei verloren 16.000 Menschen ihr Leben und 35.000 Gebäude wurden zerstört. Etwa 300.000 Menschen wurden obdachlos. In den folgenden Monaten gab es noch ca. 1.000 Beben, die weitere Zerstörungen anrichteten.

Nach weiteren 20 Minuten Busfahrt erreichten wir den Alisher Navoi Nationalpark, der auch „Park der Verliebten“ genannt wird und besuchten zunächst die sich darin befindliche Koranschule. Hier konnten wir wieder die tollen Arbeiten der Holzschnitzer bewundern......

....und anschließend eine Tanzgruppe junger Mädchen, die in verschiedenen Trachten für einen Auftritt probten. Wir erhielten ein Gratisvorstellung und ein anschließendes „Fotoshooting“, wobei die Mädchen sich darum rissen, fotografiert zu werden. Sie stellten sich immer wieder in Pose, mal allein, zu zweit oder eine ganze Gruppe. Und sobald man die Kamera auf ein Mädchen hielt, kamen sofort ein paar andere hinzu und wollten mit aufs Bild.

Auf dem Vorplatz der Koranschule war eine Art Trödelmarkt aufgebaut, es gab allerlei selbstgebasteltes rund um Usbekistan.

Wir verließen die Koranschule und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Denkmal Nawoi , welches in unmittelbarer Nähe liegt. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Gruppe Jugendlicher vorbei, die streng nach Männlein und Weiblein getrennt auf irgendetwas zu warten schienen. Als sie uns Touristen erkannten stellten sie sich wie schon gewohnt in Position und wir mussten Fotos machen.

Das Denkmal steht auf einem kleinen Hügel unter einer Art Baldachin. Alisher Navoi war ein Dicher am Hofe der Timuriden in Herat, einer Stadt im westlichen Afghanistan.

Es führt eine Treppe hinauf und auf der anderen Seite hinunter zu einem sehr schön angelegten See, auf dem Boote fuhren und geschwommen wurde.

Ziemlich müde von der vielen Lauferei, nicht zuletzt auch wegen der sengenden Sonne, freuten wir uns auf unsere Mittagspause und so machten wir uns auf den Rückweg zum Bus vorbei an einem der vielen Springbrunnen.  Taschkennt nennt man auch die Hauptstadt der Springbrunnen.

Nach der Mittagspause besuchten wir als erstes eine russisch orthodoxe Kirche, die wir auch von innen besichtigen durften, jedoch war hier das fotografieren verboten. Sie war sehr voll und viele beteten und so macht das Verbot Sinn. Der Aufenthalt dauerte nur ca. 20 Minuten.

Wir fuhren anschließend ins Hotel zurück, den Nachmittag hatten wir frei. Ich hab mich ein wenig ausgeruht, denn es stand eine kurze Nacht an.

Dazu aber später mehr.

Am Abend wurden wir ein letztes Mal mit dem Bus in ein usbekisches Restaurant gebracht, die Abfahrt war um 19 Uhr. Bevor wir dort ankamen mussten wir unterwegs ein paar Reiseteilnehmer an der Oper abholen, die am Nachmittag eine Vorstellung besucht hatten. Das war unser Glück, denn  dadurch hatten wir Gelegenheit, die schönen Wasserspiele vor der Oper zu bewundern.

Eine kleine Erklärung hierzu: Der 1. Mai wird in Usbekistan als Tag des Springbrunnen gefeiert. Hierzu werden alle Brunnen der Stadt schon am Vortag festlich geschmückt um dann in bunten Farben angestrahlt zu werden. So natürlich auch der prachtvolle Springbrunnen vor der Oper.

Nachdem alle wieder im Bus waren, fuhren wir weiter ins Restaurant. Dort angekommen betraten wir einen großen Raum mit schönen Wandteppichen an der Wand in dem ein langer Tisch bereits für uns eingedeckt war. Es dauerte nicht lang, und wir bekamen unser Essen serviert.

Die anderen Tische waren ebenfalls besetzt, eine große Gesellschaft feierte eine

n runden Geburtstag, sie machten Musik und tanzten und nach kurzer Zeit wurden auch wir aufgefordert mitzutanzen.

Es war ein schöner letzter Abend in einem beeindruckenden Land.


Letzter Tag / 2.5.2016

Der Letzte Tag fing schon um 02:00 Uhr an. Wecken, duschen, Koffer packen und dann um 03:00 ein kleines Frühstück einnehmen. Um 03.20 wurden wir abgeholt und zum Flughafen gebracht. Dort angekommen, mussten wir uns schon vor Betreten des Geländes von unserem Reiseleiter Muza verabschieden, denn man darf nur mit gültigem Flugticket das Gelände betreten. Der Eingang wurde von zwei Polizisten und einem deutschen Schäferhund bewacht.

Bis wir im Flieger saßen, wurden wir alle mehrfach kontrolliert: Pass, Zollerklärung, Koffer, Handgepäck und Personenkontrolle. Um 06: 15 hob die Maschine ab und um 09:30 Uhr Ortszeit landeten wir auf dem Frankfurter Flughafen. Die Flugzeit von über 6 Stunden wurde genutzt um uns ein warmes Frühstück, eine Zwischenmahlzeit mit Kaffee und belegtem Brötchen sowie mehrfach mit kalten und warmen Getränken zu versorgen. Der Service an Bord der Usbekischen Fluggesellschaft war sehr gut, besser als bei manch einer westlichen Fluggesellschaft.


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